Hallo Leute,
nun hat dieser Fred für ca. 1 Jahr ein Schattendasein gefristet. Ich möchte ihn mal wieder aufleben lassen, mit dem Ziel, all´ die Kameras kennenzulernen, mit denen die vielen Bilder hier geschossen wurden.
ZEIGT HER EURE KAMERAS!!!
Ich denke mir das so: Jeder (der mag) stellt seine Lieblingskamera (oder auch zwei oder drei) in Form von BILD und KURZBESCHREIBUNG hier vor und läßt die anderen Mitglieder wissen, WARUM er/sie gerade DIESE KAMERA gewählt hat und WAS diese Kamera bei ihm/ihr zur No.1 hat werden lassen. Ein besonders spannendes oder auch lustiges Erlebnis mit dieser Kamera passte wohl auch noch in den Bericht!?
Also, los geht´s! Ich fang mal mit einer meiner Lieblinge an: Eine Leica III f, gebaut im Jahre 1950. Das Objektiv auf diesem Photo ist noch ein Industar 22, 1:3,5/50mm, eine baugleiche russische Kopie eines Elmar 1:3,5/5cm. Nach jahrelanger Suche hab´ ich in der letzten Woche ein praktisch NEUES Elmar 1:3,5/5cm für meine Leica bei ähbäh geschossen. ***freu*** Kamera und Objektiv in "Mint+++ Condition"!
Ich liebe diese Kamera! Sie spiegelt den Gipfel der jahrzehntelangen Entwicklung der Kleinbildkamera bei Firma Leitz, Wetzlar wider. Die Leica wurde in den Jahren 1913/14 von dem legendären Kamera-Konstrukteur Oskar Barnack entwickelt, dem Erfinder der Kleinbildkamera mit 24x36mm Filmformat und kam im Jahre 1925 zum ersten Mal auf den Markt. Die Leica III f wurde von 1950 - 1957 gebaut und markiert den höchsten Entwicklungsstand der klassischen "Schraubleicas". Abgelöst wurde die III f durch das Modell III g (1957 - 1960), welches jedoch schon technisch als "nicht mehr zeitgemäß" galt und durch die nicht minder berühmte Leica M3 (eine Meßsucherkamera mit M-Bajonett statt Schraubverschluß) ersetzt wurde. Die erste M3 wurde bereits 1954 auf den Markt gebracht.
Zum Schluß eine kleine lustige Episode:
Als ich zum ersten Mal mit meiner 60 Jahre alten Leica zum Photoshooting ging, hatte ich mir eine Straßenszene ausgeguckt, mit einem frisch erblühten Japanischen Kirschbaum im Vordergrund. Nun stand ich vor dem Baum, die belebte Straße im Hintergrund und da hörte ich neben mir einen Schrei: "Ne SchraubLEICA!!!" Und schon griff mir ein älterer Passant in die Kamera, drehte sie zu sich und hopste vor Vergnügen auf und nieder. Im anschließenden Gespräch stellte sich heraus, daß er vor vielen Jahrzehnten einmal mit einer solchen Kamera hatte "photographieren DÜRFEN"! Kaufen konnte sie sich damals kaum jemand. Sie stellte in den 50er Jahren den Gegenwert von 4 - 6 Monatsgehältern dar (je nach Objektiv). Die Freude darüber war auf beiden Seiten...