Hier der angekündigte Reisebericht, von dieser unglaublichen „Insel“ namens „Jerusalem“:
Teil 1 - Die Fakten:
Sicherheitscheck in Frankfurt etwa so wie bei einem Flug in die USA,
also etwas mehr Zeit notwendig, Einreise allerdings ohne Vorab-Visum möglich.
Flug von Frankfurt-Tel-Aviv mit EL-AL, Dauer ca. 4 Stunden.
Transfer nach Jerusalem mit (Hotel-) Taxi, pro Fahrt ca. $ 80.
Unterkunft „National-Hotel“, gut gelegen nahe dem Herodes-Tor, sauber, freundlich, gutes Frühstück, allerdings in relativ belebter Straße.
Zahlungsmittel: Israelische Shekel, US-Dollar, aber durchaus auch €.
Kurs €/Shekel z.Z. 1/5.
Preise: In touristisch orientierten Läden wie in Deutschland, sonst etwas günstiger. Bei Souvenirs handeln üblich.
Temperatur Ende August: zw. 30+40 Grad, allerdings eine recht trockene Hitze.
Optimales Schuhwerk: Offene, aber stabile Trekkingsandalen.
Abends durchaus mal ein Sweatshirt notwendig (18-20 Grad).
Achtung: In Moslemischen Tempeln: Lange Hose (Herren) Schultern bedeckt (Frauen)!
Kopfbedeckung, Sonnencreme, kleines Handtuch, viel Flüssigkeit und ein guter Reiseführer, mit Karte (der beste: DK „Vis a Vis“ € 20) sind dringend zu empfehlen, vor allem wenn man den Plan hat, sich die Altstadt zu „erlaufen“.
Die Orientierung in der Altstadt ist erst nicht einfach, da die zahlreichen Gassen mitunter recht eng und dunkel sind, und für den Neuling häufig gleich aussehen. Später lernt man, dass eine Orientierung über die Tore der Stadtmauer relativ einfach ist. Mit Hilfe dieser Tore ist die Altstadt nämlich fast wie in Planquadrate aufgeteilt.
Achtung: Abends ist das „Damaskustor“ zeitweise total verstopft. Dann lieber auf ein anderes Tor ausweichen.
Hat man das gecheckt, sind die Entfernungen relativ schnell zu überbrücken.
Wenn man die oft verstopften Basargassen ausläßt, und es eilig hat, kann man die Altstadt in jeder Richtung unter 30 Minuten durchqueren.
Vom „Haifa-Tor“ bis in die Fußgängerzone der „Neustadt“ benötigt man nur 15 Minuten.
Besonders zu empfehlen ist eine gezeichnete „3D-Karte“, die man vor Ort erwerben kann
Die Einwohner sind überaus freundlich und hilfsbereit, die Araber (natürlich) häufig mit geschäftlichem „Hintergedanken“.
Das Essen ist sehr arabisch geprägt. Besonders lecker: „Humus“ (Kichererbsencreme) mit oder ohne „Falafel“.
Bei Kaffee unbedingt nach einer Maschine schauen, oder fragen.
Sonst kann man einen schlimmen Nescafe erwischen.
Die Altstadt ist aufgeteilt in ein Moslemisches-, ein Christliches-, ein Armenisches- und ein Jüdisches Viertel.
Die Übergänge dieser Viertel sind fast fließend, oft merkt man sie gar nicht, auch weil das Straßenbild überwiegend arabisch geprägt ist.
Ausnahme: Das Jüdische Viertel. Der Zugang zur Klagemauer erfolgt sogar durch eine Sicherheitsschleuse, wie am Flughafen. Im Viertel findet man kaum Araber.
Besonders schön und ruhig sitzt man dort am Tiferet-Platz. Auch das Essen ist dort empfehlenswert.
Mit einer Kopfbedeckung kann man erstaunlicher Weise bis ganz an die Klagemauer. Am Sabbat darf dort aber nicht fotografiert werden!
Der moslemische Tempelberg ist manchmal für Nichtmoslems gesperrt, hatte in unserem Fall aber wohl was mit dem Ramadan zu tun.
Trotzdem vor Ort erkundigen, damit man besser planen kann
Tipps die so nicht im Reiseführer stehen:
Ein Stadtrundfahrt mit oben offenem Bus gibt einen guten Überblick.
Abfahrt nahe dem Jaffa-Tor. Tickets im Fremdenverkehrsbüro!
Die Zitadelle mit Ihrem hohen Turm bietet einen tollen Blick über den oberen Teil der Altstadt und die Neustadt. Der Mauerweg von der Zitadelle bis zum Dung-Tor ist auch empfehlenswert, der obere Mauerweg eher nicht.
Einen schönen Blick über den unteren Teil hat man von der Erlöserkirche und (natürlich) dem Ölberg. Den erreicht man über das Löwen-Tor in ca. 20 Minuten.
DER Geheimtipp zum Thema Überblick ist allerdings das Österreichische Hospiz, nahe dem Damaskus-Tor.
Eine Oase im Moslemischem Viertel, mit Restaurant (Schnitzel etc.

) und Kaffeehaus, guten und preiswerten Zimmern und einer Dachterrasse mit einem fantastischen Ausblick. Vor allem zum Sonnenuntergang ein absolutes MUß

An der Tür klingeln, dann wir diese freigegeben.
Die beste Restaurant-Dachterrasse ist am Muristan, nahe der Kirche Johannes der Täufer.
Völlig vergessen kann man das berühmte King-David-Hotel. Mäßige Speisenqualität, schlechter Kaffee, miese Bedienung und das alles zu hohen Preisen.
Den besten Kaffee mit leckerem Gebäck in der Neustadt gibt es bei „Pilsbury“ in der Fußgängerzone.
Gut aber etwas teurer scheint auch das „Französische-Hospiz“ zu sein, nahe dem Neuen-Tor und mit Dachterrasse.
2. Teil folgt.