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migath

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Sonntag, 6. Juni 2010, 17:55

Reisen in Burma




Eigentlich hatte ich es mir schwieriger vorgestellt, innerhalb Burmas zu reisen. Die Realität hat aber gezeigt, dass alles ziemlich easy ist, nicht viel anders als in anderen südostasiatische Ländern, obwohl große Teile des Landes für ausländische Besucher gesperrt sind.


Anlaufstellen für Infos jeglicher Art, Tickets etc. sind die Guesthouses und Travel Agencies, von letzteren gibt es mittlerweile in den touristischen Hauptorten etliche. Weiterhin gibt es das staatliche Fremdwnverkehrsbüro MTT, hier soll man angeblich alle aktuellen Reiseinfos erhalten können. Es ist uns allerdings auf unserer Reise nicht gelungen, eines dieser Büros zu besuchen, da entweder nicht auffindbar oder zu weit von den Orten entfernt, an denen man sich als Traveller gemeinhin aufhält.


Es gibt für den Fernverkehr die Transportwege Straße, Wasser, Luft und Schiene.


Zu Schiene kann ich nichts sagen, da ich die Bahn nie benutzt habe. Aus den Reiseführern weiss ich jedoch, dass die Bahn langsam und oft mit viel Verspätung fährt. Ticketpreise für Ausländer sind überhöht, die Einnahmen kommen den Militärs zu Gute.


Einen Flieger hätten wir beinahe genommen, und zwar von Mandalay in den Norden nach Bhamo. Von dort wollten wir dann mit dem Boot zurück nach Mandalay fahren. Nach etlichem Hin und Her im Büro der staatlichen Fluggesellschaft buchten wir letztendlich doch nicht, und der Flug fiel aus. Von anderen Reisenden habe ich übrigens ähnliche Stories gehört, offenbar werden Flüge gecancelt, wenn nicht genügend Touristen mitfliegen, die ein Mehrfaches des Flugpreises für Einheimische zahlen.


Zu den Fortbewegungsmitteln auf der Straße, Bus und PKW. Ein „shared taxi“ hatten wir uns von Mandalay zum Inle-See geleistet, denn der Bus muss einen weiten Umweg fahren, da für ihn die Straßen im Gebirge zu steil sind. Wir saßen zu Viert in einem ganz passablen Toyota-PKW. Sammelstelle und Startpunkt für alle Passagiere war die Taxi-Zentrale, ein unscheinbares kleines Büro, an dem wir glatt vorbei gelaufen wären, hätten wir es ohne fremde Hilfe finden müssen. Wie ich später erfuhr, besteht zwischen Inle und Mandalay ein täglicher Pendelverkehr mit diesen „shared taxies“.


Busse gibt es in Burma wie überall in verschiedenen Qualitätsstufen, vom einfachsten Regionalbus, den auch die Einheimischen nutzen, bis zum komfortablen „VIP“-Bus mit AirCon. Entsprechend gestaltet sich natürlich das Preisniveau. Weitere Strecken lassen sich recht bequem mit Nachtbussen zurück legen, wobei man dabei mit mehreren Schlafunterbrechungen durch Fahrer-Pausen an Raststätten und Polizeikontrollen rechnen muss. (Bei letzteren werden die Ausländer genaustens mit ihren Passdaten registriert.) Sleeper-Busse wie in Vietnam oder Thailand kennt man übrigens in Burma nicht.


Die Vorteile des nächtlichen Reisens liegen auf der Hand: Zeitersparnis und keine Kosten für die Unterkunft; Nachteile: Man sieht nichts von der Gegend und landet oftmals im Dunklen in einem außerhalb des Zielortes gelegenen Busbahnhof, wo man dann völlig den dort wartenden Taxi- oder TukTuk-Drivern ausgeliefert ist.


Zum Thema Schiff kann ich nichts Besonderes sagen, da ich nur eine einzige Flussfahrt unternommen hatte, auf der zunächst versucht wurde, mir für einen Sitzplatz in Form eines Plastikstuhls 2 USD abzuknüpfen. Nach meiner Weigerung ging es dann plötzlich doch, für ein paar Kyat ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »migath« (6. Juni 2010, 18:01)


2

Montag, 7. Juni 2010, 07:26

Wirklich klasse beschrieben und präsentiert :thumbsup:
LGv Waldemar

3

Montag, 7. Juni 2010, 09:07

Hallo Michael

Wir sind mal mit dem Zug gefahren. Es ist ganz lustig für kurze
Strecken aber für längere bevorzuge ich lieber den Flieger.
Gemütlich ging es mit dem Schiff.

Lieben Gruß
Siggi