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migath

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Sonntag, 6. Juni 2010, 18:41

Essen und Trinken in Burma

Im Folgenden einige Informationen zum Thema „Essen und Trinken“ in Burma, so wie ich es gesehen und empfunden habe.


Überall gibt es Teestuben mit verschiedenen Sorten Fettgebäck und trockenem Kuchen. Das Personal bringt 2 oder mehr Teller mit diesen Speisen, und man nimmt sich das, was man essen mag. Abgerechnet wird dann zum Schluss. Tee steht zur freien Verfügung auf dem Tisch, wer Kaffee will, muss extra löhnen. Bei letzterem handelt es sich meistens um eine Portionspackung Instant-Kaffees, der mit Mengen von Zucker und Milchpulver versetzt ist und der in einem Glas heißen Wassers aufgelöst wird. Besser schmeckt da schon der kostenlose Tee, der entweder in einer Thermoskanne mit Baststopfen (durch diesen kann man gießen) oder in einer einfachen Blechkanne angeboten wird. In beiden Varianten finden sich Grün- bzw. Schwarztee.


In den Teashops sitzt man an kleinen Tischen und noch kleineren Hockern, auf denen zu sitzen allerdings für westliche Beine auf Dauer etwas anstrengend ist. Dafür kommt man aber recht leicht mit Einheimischen ins Gespräch. Die Teashops öffnen morgens in aller Frühe – ich habe dort schon um 5.30h vor Abfahrt eines Busses die erste Mahlzeit des Tages eingenommen. Übrigens: Eine leckere Morning-Soup bekommt man dort meistens auch. Alkohol wird in diesen Betrieben jedoch nicht ausgeschenkt.


Die Teashops schließen am Mittag, und wer danach Hunger bekommt, muss meistens auf Restaurants ausweichen. Diese sind deutlich teurer als die Teashops, bieten aber eine Vielzahl verschiedener Gerichte an, in Touristenorten zusätzlich diverse nationale Spezialitäten (z.B. Pizza/Pasta, Döner, Schnitzel). Ein Bier bekommt man meistens auch.


Ab 17h bauen Garküchen auf den Gehwegen belebter Straßen ihre Stände auf, sie bieten verschiedene Gerichte an – Pankakes, Suppen, Reisgerichte etc. Es gibt viele regionale Geschmacksrichtungen. In Nyang Shwe am Inle-See habe ich eine der besten Suppen während meiner Reise gegessen, eine Shan-Nudelsuppe, kräftig gewürzt und mit viel Substanz.


Getrunken wird außer dem erwähnten Tee natürlich auch Alkoholisches, wobei man auffallend viele Einheimische eher Schnaps (einheimischer „Malt“-Whisky und Rum) als Bier trinken sieht. Der Grund: Schnaps ist billiger als das einheimische Bier, d.h. man kauft für weniger Geld wesentlich mehr Alkohol. Gelegentlich findet man aber auch Bierkneipen mit Fassbier, dieses ist dann deutlich günstiger.


Einheimischen Wein habe ich auch gesehen, aber nicht verkostet. Der hohe Preis im Zusammenhang mit nicht sachgerechter Lagerung war mir das Risiko nicht wert. Bei dem Wein handelt es sich – soviel ich weiss – um ein Gemeinschafsprojekt mit Deutschen nahe dem Inle-See.


Noch ein Wort zum Frühstück in den Guesthouses. Dieses ist praktisch immer im Preis enthalten: Süßlich schmeckender Toast, Butter/Margarine, immer Früchte und Eierspeisen, Marmelade, Tee/Kaffee. Manchmal kann die Eierspeise durch Fried Rice mit Ei oder Pankake ersetzt werden, wenn man es am Abend vorher anmeldet.


Aufregend ist die burmesische Küche kaum, von Ausnahmen einmal abgesehen, aber immerhin wird man satt!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »migath« (6. Juni 2010, 20:00)


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Sonntag, 6. Juni 2010, 19:56

"Aufregend ist die burmesische Küche kaum" ist gut ausgedrückt - manchmal ist das Essen richtig grausig. Wir haben uns damit beholfen, dass wir - wenn es irgendwie nur ging - bei Indern gegessen haben. Dort schmeckt das Essen zwar bei Weitem nicht so gut wie in Indien, aber es ist zumindest genießbar.

Was aber sehr lobenswert bei den Burmesen ist, das ist der grüne/schwarze Tee, der überall kostenlos serviert wird - sogar zum Kaffee (schmeckt sehr gut zum Verdünnen, denn der Kaffee ist manchmal tödlich stark)

migath

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Sonntag, 6. Juni 2010, 20:05

@yaWo

Die burmesische Küche habe ich nirgendwo als „grauslig“ empfunden, es war alles wirklich gut essbar, hat teilweise auch gut geschmeckt, speziell auch regionale Spezialitäten. Natürlich fehlte die Raffinesse der thailändischen Küchen


Ich denke, dass sich da in den letzten Jahren einiges sehr positiv verändert hat.


4

Sonntag, 6. Juni 2010, 21:40

Essen in Burma


Auch ich muss sagen die burmesische Küche hat uns gut geschmeckt.
Wir haben viel bei den Einheimischen gegessen und es war nichts grausiges
dabei, alles war Schmackhaft.

LG Siggi

5

Montag, 7. Juni 2010, 07:29

Ja, die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Du hast deine Eindrücke gut beschrieben. :thumbup:
LGv Waldemar